PG Bad Neustadt
Zum Erntedank Gottesdienst hatten sich viele Löhriether Familien und Gäste in der sehr festlich geschmückten Kirche St. Jakobus eingefunden. Vor dem Altar hatte Matthias Reus und sein Helferteam den wohl schönsten ErntedankAltar des Landkreises aufgebaut und so wird Löhrieth noch zu einem „Wallfahrtsort“, so Pfarrer Andreas Krefft in seiner Begrüßungsansprache.

Während des Gottesdienstes überbrachten Kinder Erntegaben in ihren Körbchen zum Altar und berichteten über die Situation ihres Landes. Kevin überreichte Brot aus Deutschland und berichtete, bei uns gibt es immer genug zu essen. Schade, dass es nicht alle Kindern dieser Erde so gut geht. Lila (Lea) aus Bangladesch brachte einen Teller gefüllt mit Reiskörnern, das wichtigste Nahrungsmittel unseres Landes. Durch den verheerenden Monsunregen haben wir alles verloren und es sind viele Menschen ums Leben gekommen. Lilly hatte ihren Teller mit Kartoffeln gefüllt und berichtete von ihrer Heimat, eine Australische Insel. Dies ist unsere Hauptnahrung, aber der notwendige Regen bleibt immer öfters aus, die Regenzeit ist immer kräftiger und überschwemmt unser Felder und vernichtet die Ernte. Ist der Klimawandel daran schuld, so ihre Frage. Pedro,(Max) ein Junge aus einer großen Südamerikanischen Stadt hatte seinen Teller mit Reiskörnern gefüllt und traurig berichtete er, dass wir armen Leute uns den Reis bald nicht mehr kaufen können, denn wir brauchen den Reis zum Essen und er sollte nicht als Biosprit zum Autofahren verwendet werden. Marie-Jeane (Enni) aus Afrika zeigte ihren Teller, der mit Hirse gefüllt war. Aber in meinem Land herrscht Krieg und wir sind geflohen und hier haben wir nicht die Möglichkeit etwas anzubauen. In einem gemeinsamen Gebet dankten sie für die Vielfalt unsere Erntegaben und baten darum, dass alle Mensche immer genug zu Essen haben.Am Ende des Erntedankgottesdienstes übereichten die Kinder allen ein Stück Brot. Fleißige Hände hatten wieder Löhriether Brot aus dem Holzbackofen gebacken und zum Verkauf angeboten. Der Erlös dieser Aktion „Brot für die Welt“ ist für Bischof Werlang in der Mission bestimmt und dieses Angebot wurde auch sehr gut angenommen.Zum Schluss des Erntedankgottesdienste überreichte Matthias Reuss an den überraschten Pfarrer Krefft eine Spendenbox mit 550 EURO, als Erlös von dem Kräuterbüschelverkauf an Maria Himmelfahrt für die Aktion „Ruanda“ und Pfarrer Krefft versprach, ein Foto an die Gemeinde in Ruanda von den „Lörtern“ zu schicken. Text: Günter Bohuschke

­