PG Bad Neustadt

Mit dem Beginn der Fastenzeit bereiten wir uns auf Ostern vor. Eine Zeit des Nachdenkens, der Umkehr und des Aufräumens. Die Fastenzeit ist die Zeit, in der wir so manches mit anderen Augen sehen sollten. Es kann uns wie Schuppen von den Augen fallen, was wirklich vor Gott wichtig ist und vor ihm Bestand hat.

Hier können wir die Spreu vom Weizen trennen. Auch können wir den Satz Jesu bedenken:

Was siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, doch den Balken in deinem eigenen Auge siehst du nicht.“

Am Aschermittwoch wird das, was sonst jede und jeder für sich still und heimlich denkt, offen ausgesprochen:“Mensch, denke daran, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst!“ In den Gottesdiensten dieses und der darauffolgenden Tage werden die Menschen mit dem Aschekreuz auf die Stirn (Heuer auf das Haupt) gezeichnet. Wie ein Mal tragen sie es an der Stelle, an der am besten abzulesen ist, wie es einem Menschen wohl gehen mag, dort, wo waagrechte und senkrechte Sorgenfalten das Gesicht prägen, dort, wo auch Freude ihre Wellen zeichnet.

Mit dem Aschekreuz auf der Stirn möchte ich die Chance dieser Tage ergreifen und mehr Ja sagen lernen zu meinem Leben.

 

Diakon Thomas Prapolinat

Bild: Diakon Wolfgang Dömling

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